Offenheit und Partizipation
Ein Grundanliegen ist die Nutzbarkeit für alle Kinder und Jugendlichen zwischen 1,5 und 14 Jahren unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Nationalität und Fähigkeiten. Das Gelände, seine Gestaltung, Pflege und Ausstattung sowie die Inhalte der Angebote werden über Kinderversammlungen, Fragebögen etc. maßgeblich von den Kindern mitbestimmt. Die pädagogischen Fachkräfte verstehen sich als Begleiter/innen bei der Selbstaktivierung.

Verantwortlicher Umgang mit sich und der Natur
Zentrale Elemente in den Angeboten beziehen sich auf die angewandte Ökologie. Dazu gehören Naturkreisläufe, schonender Umgang mit Ressourcen, Verwendung von (selbst hergestellten) biologischen Nahrungsmitteln und der Einsatz von regenerativen Energien. Ziel ist es, alle Kinder und Jugendliche einen selbstbestimmten und gemeinschaftsverantwortlichen Umgang mit sich, den anderen Menschen, den Tieren und der Natur ausprobieren und erleben zu lassen.

Elementarerfahrung und Bildung
Der ganzheitliche, natur- und tierpädagogische Ansatz bietet ein breites Lern- und Erfahrungsfeld. In Ergänzung zur klassisch schulischen Förderung intellektueller Fähigkeiten werden hier insbesondere soziale, ökologische, künstlerisch-handwerkliche sowie natur- und tierpflegerische Kompetenzen vermittelt. Hier können originäre Erfahrungen gemacht werden, die vielen städtischen Kindern heute gänzlich fehlen. Nachhaltige Bildung entsteht durch Erleben im Handeln.


Inklusion
Die natur- und tierbezogene Pädagogik des Kinderabenteuerhofs spricht auch Kinder mit verschiedenen Beeinträchtigungen (soziale, körperliche, geistige und seelische) sehr an. Der Platz schafft quasi einen „natürlichen“ Begegnungsraum für Kontakte mit anderen Kindern mit und ohne Handicap. Die mittlerweile durchgehend inklusive Gestaltung aller Angebote ist die konsequente Weiterentwicklung des offenen Arbeitsansatzes. Die „Eigenarten“ der vielen kleinen und großen Menschen auf dem Platz wird dabei als Bereicherungspotential und Normalität angestrebt.
Auf dem teilweise barrierefreien Gelände können Kinder und Jugendliche mit Handicap sowohl ohne als auch mit Assistenz an den Angeboten teilnehmen. Durch das gemeinsame Tun, Rituale der Begegnung und im Spiel entsteht ein leichter, selbstverständlicher Kontakt, der über den Kinderabenteuerhof hinaus Verbindungen schafft.

Ehrenamtliches Engagement
Die Aktionstage bieten allen Interessierten eine gute Gelegenheit, den Kinderabenteuerhof kennen zu lernen. Hier treffen sich Jung und Alt zur ehrenamtlichen Arbeit und zum geselligen Beisammensein. Alle acht Wochen findet ein offenes Plenum statt, an dem gemeinsam geplant und grundsätzliche Themen besprochen werden. Freiwillige und regelmäßige ehrenamtliche Mitarbeit ist neben der professionellen Arbeit eine wichtige Komponente sowohl in der Tierpflege als auch bei der Geländeinstandhaltung. Auch die Geschäftsführung des Vereins, die Organisation und Durchführung von Festen sowie Impulse zur Weiterentwicklung der Angebote werden auch in Zukunft wesentlich durch das Engagement der Mitglieder möglich.

Sozialraumorientierung und Bedeutung für das Quartier
Der Verein beteiligt sich aktiv an drei lokalen Netzwerkinitiativen:
• Quartiersbeirat Vauban und Jour Fixe (Treffen der sozialen und kulturellen Initiativen des Stadtteils)
• Der 2006 vom Kinderabenteuerhof initiierte AK Inklusion, in dem lokale und stadtweite Akteure vertreten sind, wird seitdem von uns koordiniert.
• Ständige Kooperationen bestehen mit der Quartiersarbeit Vauban, der Karoline-Kaspar-Schule und der Vaubanaise eG.
Durch die aktive Beteiligung an lokalen Festivitäten und der grundsätzlichen Offenheit zur Zusammenarbeit sind wir ein generationenübergreifender und interkultureller Akteur des Gemeinwesens, der Austausch, Teilhabe und Mitbestimmung ermöglicht. Die Aktivitäten des Kinderabenteuerhofs tragen wesentlich zur Integration neuer Bewohner/innen bei und fördern so die Identifikation mit dem Stadtteil im Sinne einer positiv erfahrbaren Nachbarschaft. Am Schnittpunkt der angrenzenden Quartiere ist hier ein Platz der Begegnung und Zusammenarbeit entstanden.


Kommunale Vernetzung und Bedeutung für die Stadt
Partnersituationen bestehen mit dem ABI Weingarten, Kontiki (Mundenhof), Lernort Kunzenhof und der Spieloffensive Weingarten, die ebenfalls im Bund der Jugendfarmen und Aktivspielplätze e. V. („BuJuFa Freiburg“) Mitglied sind. Regelmäßige Austausch und Fortbildungstreffen (stadt- und bundesweit) sichern die spezifische natur- und erlebnispädagogische Qualität der beteiligten Einrichtungen. Ebenso ist der Verein in der städtischen Arbeitsgemeinschaft Offene Kinder- und Jugendarbeit (AG OKJA nach § 78, SGB VIII) vertreten. Projektbezogen kooperieren wir auch mit anderen Trägern wie z. B. Autismusverband Südbaden, Lebenshilfe Freiburg, Janusz-Korzcak-Schule, Arbeitskreis Nicht- und Behinderte an der Christuskirche und verschiedenen Grund- und weiterführenden Schulen insbesondere mit inklusiven Arbeitsansätzen.


Unser pädagogischen Konzept als PDF.